Detective Pikachu Returns: Ein Blick in die Welt der Pokémon-Detektive

Detective Pikachu Returns: Ein Blick in die Welt der Pokémon-Detektive
Detective Pikachu

Detective Pikachu Returns, das neue Abenteuer für die Nintendo Switch, beeindruckt nicht auf allen Ebenen. Es ist erstaunlich einfach für ein Adventure-Spiel, sieht nur ungefähr so gut aus wie das ursprüngliche 3DS-Spiel vor sieben Jahren und viele seiner großen Wendungen wurden bereits durch den Live-Action-Film Detective Pikachu aus dem Jahr 2019 beeinträchtigt. Dennoch, losgelöst von dem typischen wettbewerbsorientierten Ansatz der meisten Pokémon-Spiele, bietet Detective Pikachu Returns, wie schon das 3DS-Spiel und der Film zuvor, faszinierende Einblicke in die Realität der merkwürdigen Pokémon-Welt.

Ryme City: Das Herzstück des Mysteriums

Ryme City, die Metropole, in der die Detective Pikachu-Serie spielt, ist es, die diesen Spielen das Leben im Mystery-Genre ermöglicht. Hier leben Pokémon Seite an Seite mit den Menschen als Bürger, ohne in Pokébällen auf ihren Einsatz im Kampf zu warten. Die Stadt ist sowohl ein stillschweigender Kommentar zum wettbewerbsorientierten Kampfkonzept, auf dem Pokémon aufgebaut ist, als auch ein perfektes Setting für ein Adventure-Spiel, das nicht an rundenbasierte Konflikte gebunden ist. Die Rätsel, die Tim Goodman und sein sprechender, titelgebender Partner in Ryme City lösen, sind einzigartig auf das Pokémon-Universum zugeschnitten, ohne auf die gleichen kulturellen Anknüpfungspunkte wie Spiele wie Scarlet und Violet zurückgreifen zu müssen, bei denen Probleme durch Kämpfe gelöst werden.

Ein typisch Pokémon-Mysterium

Da sich Detective Pikachu Returns darauf festlegt, ein Mysterium in der Pokémon-Welt zu sein, wird das meiste Rätsellösen fast belanglos, wenn man sich gut mit der Pokémon-Franchise auskennt. Blockiert eine Eismauer deinen Weg? Vielleicht solltest du das Feuer-Pokémon konsultieren, das du auf dem Weg gesehen hast. Möchtest du einer Spur folgen, um Beweise zu finden? Ein hundähnliches Pokémon kann dir wahrscheinlich helfen. Detective Pikachu Returns schafft es nicht ganz, ein komplexes Rätsel zu präsentieren, aber für jemanden, der sich ständig in dieses Universum hineinversetzt, war es eine Freude, wenn mein etabliertes Pokémon-Wissen sich auszahlte, selbst wenn die Lösungen offensichtlich erschienen.

Detective Pikachu: Ein Abenteuer für junge Spieler

Sicher, ein Pokémon-Profi kann einen Teil dieser Leichtigkeit erklären, aber manchmal wirkt Detective Pikachu Returns einfach wie ein Abenteuerspiel für junge Kinder. Das ist an sich keine schlechte Sache, bedeutet aber, dass bestimmte Aspekte des Gameplays so einfach sind, dass man sich fragt, warum sie überhaupt vorhanden sind. Action-Sequenzen, die auf QTEs basieren, kehren zurück, aber sie bestehen fast ausschließlich darin, die A-Taste zu drücken, bis das Handgelenk schmerzt. Und die kollaborative Natur der Detektivarbeit von Tim und Pikachu bedeutet, dass immer jemand durch jedes Mysterium führt, sodass es nicht viel schwierige Deduktion gibt.

Detective Pikachu: Mysterien lösen durch Gespräche

Ein Großteil des Rätsellösens in Detective Pikachu Returns kann ziemlich unspektakulär sein, da das Spiel hauptsächlich daraus besteht, mit den Menschen zu sprechen. Es gibt nicht viel offensichtliche Rätsellösung oder Deduktion, sondern eher Gespräche mit Pikachu, um zu entscheiden, auf welches Pokémon in der Umgebung man ein Problem hinweisen sollte. Die größte Gameplay-Erweiterung sind hier fallbezogene Begleiter, die Pikachu dabei helfen können, Mysterien zu lösen. Growlithe kann zum Beispiel einer Spur folgen, Luxray kann durch Wände sehen und Pangoro kann Stärke einsetzen, um Felsen aus dem Weg zu räumen. Alles fühlt sich ganz nach Pokémon an, auch wenn es alles ein wenig zu geradlinig ist. Es gibt auch Übersichts-Standorteinlagen, die so einfach sind, dass sie kaum zur Erfahrung beitragen.