Meta Quest 3: Verkaufsrückgang und die Schuldfrage bei Apple

Meta Quest 3: Verkaufsrückgang und die Schuldfrage bei Apple
Meta Quest 3 (foto ANSA)

In einer aktuellen Nachricht ist zu vernehmen, dass die Verkaufszahlen von Meta Quest 3 nicht wie erwartet verlaufen. Für das letzte Quartal des Jahres musste Meta die Versandprognosen um 5-10% reduzieren, wie der Marktanalyst Ming-chi-Kuo berichtet. Die rückläufige Nachfrage wird voraussichtlich auch im ersten Quartal 2024 erhebliche Auswirkungen haben.

Ein beeindruckendes Upgrade: Meta Quest 3

Seit Mitte Oktober ist der All-in-One-VR- und AR-Headset Meta Quest 3 in den Versionen mit 128 GB (549 €) und 512 GB (699 €) erhältlich. Es stellt ein bedeutendes Upgrade im Vergleich zum Vorgängermodell Quest 2 (ursprünglich als Oculus Quest 2 im Jahr 2020 veröffentlicht) dar: Es ist schlanker, komfortabler zu tragen, integriert den neuen Snapdragon XR2 Gen 2-Chipsatz, bietet verbesserte Leistungen und ist abwärtskompatibel mit über 500 vorhandenen Apps und Spielen.

Schwierigkeiten bei der Kundenakquise

Dennoch scheint dies nicht auszureichen, um neue Nutzer anzulocken. Die erwartete Nachfragerückgang betrifft nicht nur das vierte Quartal, das der Ferienzeit entspricht, sondern erstreckt sich auch auf das neue Jahr. Im ersten Quartal 2024 prognostiziert Ming-chi-Kuo einen Versandrückgang von bis zu 70-80% gegenüber dem Vorquartal.

Apple Vision Pro und die Schuldfrage

Der Analyst führt einen Teil des Misserfolgs auf das Apple Vision Pro zurück, das „technisch Quest von Meta um mindestens 2-3 Jahre voraus ist“. Dies sind Produkte, die sich aus verschiedenen Gründen an unterschiedliche Nutzer richten, angefangen beim Preis, zu dem die beiden Geräte auf dem Markt angeboten werden (ab 549 Euro für Quest 3, ab 3.499 Euro für Vision Pro). Aber das bevorstehende Debüt des Cupertino-Headsets beeinflusst den Marktverlauf des Meta-Geräts immer noch aufgrund seines „klaren Erfahrungsvorteils“.

Schwierigkeiten bei Reality Labs

Meta selbst hat die Schwierigkeiten von Reality Labs bestätigt – ihrer Abteilung, die sich mit AR, VR, MR und dem Metaverse befasst. In den Finanzergebnisberichten des dritten Quartals 2023 heißt es:

Umsatz Reality Labs Q3 2023: -26,3%
„Wir erwarten, dass die operativen Verluste von Reality Labs 2023 (auf Jahresbasis) steigen werden.“
„Für Reality Labs prognostizieren wir, dass die operativen Verluste aufgrund unserer fortlaufenden Bemühungen zur Entwicklung von Augmented/Virtual Reality-Produkten und unserer Investitionen zur weiteren Expansion unseres Ökosystems signifikant von Jahr zu Jahr ansteigen werden.“

Es ist verständlich, dass Anstrengungen für das langfristige Wachstum unternommen werden, sagt Ming-chi-Kuo, aber Vorsicht: Die anhaltenden Verluste von Reality Labs könnten kurzfristig schwerwiegende Folgen haben.

Meta Quest 3: Die Herausforderung des VR-Marktes

Die Situation auf dem VR-Markt ist herausfordernd. Obwohl Meta Quest 3 eine beeindruckende technologische Verbesserung gegenüber seinem Vorgänger darstellt, konnten die Verkaufszahlen die Erwartungen nicht erfüllen. Dies ist in erster Linie auf den steigenden Wettbewerb zurückzuführen, insbesondere von Seiten Apple und seinem Vision Pro.

Das Apple Vision Pro, ein High-End-VR-Headset, hat technologische Vorteile und bietet ein beeindruckendes VR-Erlebnis. Obwohl es zu einem deutlich höheren Preis angeboten wird, hat es bereits die Aufmerksamkeit von VR-Enthusiasten und Fachleuten auf sich gezogen. Dies hat zweifellos Auswirkungen auf die Nachfrage nach Meta Quest 3, da viele potenzielle Käufer abwarten, um zu sehen, was Apple auf den Markt bringt.